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New York Cheesecake vom Grill – das ultimative BBQ-Dessert

New York Cheesecake vom Grill – das ultimative BBQ-Dessert

Der nicht enden wollende Backtrend rund um den inzwischen über Jahrzehnte omnipräsenten New York Cheesecake reist einfach nicht ab. Doch wie wurde ein so simpler Nachtisch zu einem solchen kulinarischen Mythos? Wir wollen den wohl weltweit beliebtesten Dessertklassiker aus Übersee genauer analysieren und abseits der üblichen Zubereitungstechniken experimentieren. Wenn ihr schon alte Hasen auf dem Gebiet seid und denkt ihr habt bereits jede Version ausprobiert, lasst euch also überraschen. Denn wir spielen ein wenig mit dem Feuer und haben uns an einen enorm cremigen Cheesecake vom Grill gewagt!

New York Cheesecake – mehr als nur ein Kuchen

Schon der Rezepttitel weckt hohe Erwartungen und lässt uns an die typisch opulente Kultur der Amerikaner denken – getreu dem Motto: bigger is better! Das gilt in diesem Fall nicht nur für den Kaloriengehalt dieses mächtigen Desserts. Denn jeder nachmittäglich verspeiste Kuchen von der Kaffeetafel kann gegen den gehaltvollen New York Cheesecake schlichtweg einpacken. Darum wird er auch eher in homöopathischen Portionen als Dessert serviert.

Doch inzwischen hat es der sündhaft cremige Kuchenklassiker von der Bäckerei um die Ecke und den heimischen Backöfen bis in die Sternegastronomie geschafft. Ob in wilden Kreationen basierend auf ungewöhnlichen Zutaten und Geschmackskombinationen oder gewohnt klassisch in elegant dekonstruierter Form. Der New York Cheesecake ist einfach nicht mehr von unseren Kuchentellern wegzudenken.

Wie kam der Käsekuchen nach New York?

Die Geschichte des Cheesecake beginnt schon im 19. Jahrhundert. Aufgrund der wortwörtlichen Übersetzung des deutschen Wortes: Käsekuchen, besteht die Annahme, dass er seine Wurzeln in Europa hat. Genauer gesagt im angelsächsischen Raum. Denn während dieser Zeit kamen viele Einwanderer aus deutschen Gebieten in die USA und brachten neben europäischen Traditionen auch ihren kulinarischen Fußabdruck mit. Neben Kraut und Pot Pie fand vor allem der Käsekuchen viele Liebhaber in der amerikanischen Bevölkerung.

In New York entstand letztlich eine Abwandlung des deutschen Originals, welche sich bereits um 1920 herum zu einer kleinen Berühmtheit entwickelte. So wurde das Dessert damals offiziell zum Kuchen der Stadt New York ernannt und erlangte von nun an, zunehmend nationale Popularität. Seitdem hat sich die Rezeptur stark gewandelt, doch die unverkennbar geschmeidige Textur und der knusprige Keksboden sind ihm erhalten geblieben.

Wo liegt der Unterschied zwischen Käsekuchen und Cheesecake?

Nicht jeder Käsekuchen ist automatisch ein Cheesecake und umgekehrt. Auch wenn beide Kreationen dem gleichen Grundprinzip entspringen, handelt es sich doch um zwei sehr verschiedene Versionen eines Kuchens. Doch lasst uns zunächst einmal die einzelnen Abweichungen Schritt für Schritt analysieren.

  • Der Boden: Beim klassisch deutschen Käsekuchen besteht er in der Regel immer aus einem gebackenen Mürbteig, beim Cheesecake hingegen kann er sehr stark variieren. So gut wie immer basiert er aber auf einer Masse aus Butter und zerkrümelten Keksen oder Crackern – die Auswahl jener steht jedem nach Belieben völlig frei.

 

  • Die Füllung: In europäischen Rezepturen verwendet man für den traditionellen Käsekuchen für gewöhnlich Quark – in manchen Regionen kommt auch Schmand zum Einsatz. Der amerikanische Cheesecake hingegen erlangt seine unvergleichliche Textur durch den reichhaltigen Frischkäse.

 

  • Das Backen: Während unser heimischer Kuchen bei hohen Temperaturen zwischen 180°C bis 200°C gebacken wird, bleibt der Ofen beim amerikanischen Klassiker verhältnismäßig kühl mit 130°C-140°C. Inzwischen erfreuen sich auch die No-Bake-Varianten aus dem Kühlschrank immer größerer Beliebtheit.

 

  • Die Backfarbe: Als Folge der Backtemperatur unterscheiden sich beide Versionen auch hier stark. Der Käsekuchen besticht mit einer intensiv goldenen Bräune. Im Gegensatz dazu glänzt der Cheesecake mit seiner vornehmen Blässe. Ein Extrembeispiel für eine ausgeprägte Backfarbe ist der spanische San Sebastian Käsekuchen. Sein charakteristisches Merkmal ist die nahezu verbrannte äußere Schicht – zudem kommt er komplett ohne Boden daher.

BBQ kann auch süß sein

Nach einem ausgiebigen und erfolgreichen Barbecue bleiben die Gäste für gewöhnlich mit glänzenden Augen und vollen Bäuchen zurück. Doch der ein oder andere hat vielleicht noch das Verlangen nach einem kleinen Nachtisch. Stilecht vom Grill versteht sich. Natürlich kommt dem Pitmaster hier in erster Linie der Gedanke an die obligatorisch gegrillten Obstsorten, wie Ananas oder Melone. Doch es geht auch abwechslungsreicher! Denn neben einem knusprigen Brot als Beilage, kann auch der ein oder andere Kuchen auf dem Grill zubereitet werden. Ob Gas- oder Keramikmodell spielt dabei keine große Rolle – entscheidend ist einzig die Regulierung der Temperatur. Je nach persönlicher Vorliebe, kann hierbei auch zusätzlich mit den typischen Raucharomen gespielt werden. Wir bevorzugen aber lieber den unverfälschten Genuss.

NY Cheesecake vom Grill

4.86 aus 7 Bewertungen
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 1 Stunde

Kochutensilien

  • 1 Pizzastein
  • 1 Springform - 26cm Durchmesser
  • Backpapier

Zutaten
  

Boden

  • 1 Pk. Butterkekse
  • 100 g Butter zimmerwarm

Füllung

  • 3 Eier
  • 1 Vanilleschote
  • 400 g Mascarpone
  • 400 g Quark 40% Fett
  • 160 g Zucker

Anleitungen
 

Boden

  • Zunächst die Kekse im Mixer oder im Gefrierbeutel mit dem Nudelholz möglichst fein zerkleinern, bis eine Art Keks-Mehl entstanden ist.
  • Im Anschluss die weiche Butter gleichmäßig einarbeiten und die Masse auf dem Boden einer mit Backpapier ausgelegten Springform verteilen - alles gleichmäßig glatt streichen.
  • Den Boden im vorgeheizten Grill bei 150-160°C für 8-12 Minuten vorbacken, bis der Rand beginnt zu leicht anzuknuspern - danach einige Minuten abkühlen lassen.

Füllung

  • Währendessen das Mark der Vanilleschote herauslösen und mit einem Teil des Zuckers im Mörser vermengen.
  • Anschließend Mascarpone, Quark, Eier, den selbstgemachten Vanillezucker und den übrigen Zucker von Hand mit dem Schneebesen zu einer glatten Masse vermengen - dabei auf keinen Fall eine Küchenmaschine verwenden (wir wollen keine Luft in der Füllung).
  • Nun die Füllung auf den heruntergekühlten Kuchenboden verteilen und alles bei 160°C-180°C für 30 Minuten im geschlossenen Garraum backen.
  • Zum Schluss den Grill herunterkühlen lassen und den Kuchen dabei weitere 10 Minuten im Inneren nachziehen lassen.
  • Vor dem ersten Anschnitt den Cheesecake noch über Nacht vollständig abkühlen und fest werden lassen.
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Autorin – Isabella Wenzel

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2 Comments
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Jörg Kriegl
8 Monate zuvor

Hallo, danke für das tolle Rezept! Doch im Video wird der Cheesecake mit der Füllung bei 180 Grad und 30min gebacken. Hier im Rezept steht aber 140 Grad für 30min. Was wäre jetzt der richtige Abschluss?! Vielen Dank LG