Mythen im Check: Warum Fleisch niemals in Alufolie ruhen sollte

Mythen im Check: Warum Fleisch niemals in Alufolie ruhen sollte

Das sagt der Experte

Ich persönlich rate vom Abdecken mit Alufolie, beim Ruhen lassen von Steaks ab. Der wohl am besten nachvollziehbare Grund ist, dass das Steak unter der Folie „schwitzt“, sich also Feuchtigkeit bildet, die eine knusprige  Kruste wieder aufweichen würde. Allein aus kulinarischen Gesichtspunkten ist daher von der Alufolie beim Ruhen abzusehen.  Der zweite Grund ist, dass salz- und säurehaltige Lebensmittel in der Lage sind, Alufolie teilweise bis ganz aufzulösen. In meiner Zeit als Fischwirt habe ich gesehen, wie säurehaltige Gerichte – wie zum Beispiel Dillhappen – über Nacht Löcher in die Alufolie geätzt haben, die über die Behälter gespannt war und mit den Heringen in Kontakt kam. Aluminium wirkt in hohen Dosen neurotoxisch, es ist also ein Nervengift.

Alufolie an Fleisch: Die Menge macht das Gift

Die Aluminiumsalze, die in vielen Deos enthalten sind, werden eingesetzt um die Schweißdrüsen zu blockieren, um eine starke Transpiration zu unterbinden. So schließt such der Kreis. Wie immer macht natürlich die Menge das Gift und Alufolie ist – nicht ohne Grund – auch nicht verboten. Dennoch rate ich jedem, darüber nachzudenken, wie er/sie damit umgeht. Ich rate klar davon ab Alufolie direkt mit Lebensmitteln in Kontakt zu bringen. Zum Hintergrund empfehle ich folgenden Beitrag: https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Alufolie-Lebensmittel-gefaehrlich,aluminium106.html

Alternative: Backpapier als Einlage

Der Hauptgrund, Alufolie einzusetzen, ist ihre Stabilität und ihr Stand. Wer darauf nicht verzichten will – zum Beispiel beim Folienkartoffeln oder Feta-Päckchen – kann sich einfach damit behelfen, dass er Butterbrot- oder Backpapier als Trennschicht zwischen Lebensmittel und der Alufolie einsetzt. So macht man sich die formstabilen Eigenschaften zu Nutze, ohne gesundheitliche Risiken einzugehen.