1 Wagyu 10 Cuts im Rückblick: Sechs Dinge, die wir beim Tasting gelernt haben

1 Wagyu 10 Cuts im Rückblick: Sechs Dinge, die wir beim Tasting gelernt haben

Es war ein fulminanter Abend für uns: 1 Wagyu 10 Cuts – unser erstes Wagyu-Tasting ging diese Woche über die Bühne und nicht nur für die Teilnehmer war es ein aufregendes und kulinarisch lehrreiches Event. Auch wir von Fleischglück lassen unsere Events immer noch einmal Revue passieren und versuchen gemeinsam aufzuarbeiten, was im Laufe des Abends Bemerkenswertes, Spannendes oder gar Verbesserungswürdiges passiert. Hier lest ihr nun unsere Aufarbeitung eines Abends, der uns mit viel Freude und Dankbarkeit erfüllt.

Unsere Gäste wollen lernen

Bei unserem ersten Event „Das Fleischglück-Dinner“ zusammen mit Gaggenau hatten wir einen extrem hohen Redeanteil – was unglaublich gut ankam. Drei Erzeuger erzählten ihre Geschichte und gaben ausführliche Einblicke in ihre Arbeit. Das bereicherte die ausgefeilten Gänge sehr und unsere Gäste gingen ganz beseelt vor inhaltlichem Input nach Hause. Bei 1 Wagyu 10 Cuts haben wir den Rede-Part etwas heruntergeschraubt, einfach aufgrund der 10 Gänge, die allein schon viel Zeit beanspruchten. An einem Montagabend kann ein Event leider nicht bis Mitternacht dauern. Das Feedback: Bitte wieder mehr erzählen. Viele der Gäste waren offensichtlich nicht nur gekommen, um Fleisch zu genießen, sondern auch um etwas zu lernen und in die Materie einzutauchen. Das ehrt uns, denn genau das sind die Gäste, die wir haben wollen. Mündige, interessierte Fleischkonsumenten, die sich mit dem Thema auseinandersetzen und dadurch noch intensiver genießen wollen. Deshalb haben wir uns fest vorgenommen den Informations-Part in zukünftigen Events wieder auszubauen. Versprochen!

Fleisch-Purismus funktioniert

Einen Hinweis zu unserem vorangegangenen Event hatten wir uns besonders zu Herzen genommen: „Lasst uns das Fleisch bitte auch pur probieren“ – so das Feedback zu unseren Gängen, die das Fleisch damals in eine Kombination mit Beilagen und Sauce eingebettet hatten. Das haben wir dieses mal anders gemacht und die Rückmeldung bestätigt: Interessierte Fleischesser wollen Fleisch puristisch verkosten. Bei 1 Wagyu 10 Cuts gabs Beilagen, die aber separat serviert wurden – eine gute Entscheidung – speziell bei Fleisch dieser Güteklasse.

Unsere Gäste lieben kulinarische Überraschungen

Eines der Highlights bei 1 Wagyu 10 Cuts: Ein traditionell japanisches Gericht, in dem Wagyu-Hackfleisch zu einer fleischig-deftigen Sauce verarbeitet und zu japanischem Rundkornreis gereicht wurde. Eine vorab nicht angekündigte Unterbrechung der Tasting-Folge, die unglaublich gut ankam. Obgleich das Gericht einen sehr intensiven und für europäische Gaumen ungewohnten Geschmack transportierte, war das Feedback durchweg fast euphorisch. Ein überraschendes Gericht, das gleichzeitig eine Alltags-Inspiration zum Einsatz von Hackfleisch mitgibt: So darf man ein puristisches Tasting also durchaus unterbrechen.

Japanisches Tasting Deutsches Tasting

Unser Fleisch wurde an diesem Abend von einem absoluten Wagyu-Experten zubereitet: Shoji Minamihara stammt aus Japan und hat dort das Metzger- und Kochhandwerk gelernt. Seine Schnittechnik und seine Art das Fleisch zuzubereiten geben dieser Spezialität die Bühne, die ihr gebührt. Was dabei für viele Gäste unerwartet kam: Es wurden keine klassischen Fleisch-Tranchen serviert, sondern dünne Scheiben, die nur kurz angegrillt wurde. Das ist die japanische Art, dieses sehr reichhaltige und aromenstarke Fleisch zu verkosten – eine Kunst die der japanische Koch zelebriert, die beim ein oder anderen Gast in den ersten paar Gängen für verdutzte Blicke sorgte. Es war eben kein „normales“ Fleischtasting.

Wir haben genau die Leser, die wir wollen

Dass wir so glücklich auf diesen Abend zurückblicken, hat vor allem mit einer Tatsache zu tun: Die Gäste, die wir zum Auftakt von 1 Wagyu 10 Cuts begrüßen durften, waren durch die Bank sympathische, bodenständige, interessierte, entspannte und vor allem undogmatische Zeitgenossen. Als Online-Plattform kann man ja immer nur erahnen, wer da auf der anderen Seite des Laptops die eigenen Inhalte konsumiert – da tut es wahnsinnig gut zu wissen, dass die eigenen Leser im Kern unsere Werte verkörpern und so auch zu Multiplikatoren unserer Philosophie werden oder es ohnehin bereits sind. Simpel gesagt: Es waren so viele coole Leute da, dass sich das Event wie ein Abend unter Freunden angefühlt hat. Einige kamen mehrere hundert Kilometer angefahren. Das gibt uns massiven Rückenwind.

Wir brauchen neue Podcast-Folgen

Seit der ersten Stunde gehört der Fleischglück-Podcast zu den Säulen unseres Magazins und wir wissen, dass ihr ihn mögt. Dennoch fehlt uns noch immer ein richtiges Gefühl dafür, wie viele Menschen wir damit erreichen. Dass beim Event so viele Gäste sich als Fans des Fleischglück-Podcasts entpuppten, hat uns echt umgehauen. Er wird im Auto gehört, gehört zur persönlichen Weiterbildung junger Züchter und auch gestandene Experten ziehen sich da noch was raus. Es wurden neue Podcast-Kooperationen geknüpft und wir werden die Schlagzahl der Folgen definitiv beibehalten wenn nicht sogar erhöhen.

Ein gutes Netzwerk ist die halbe Miete

Dass dieses Events so ein Erfolg wurde, liegt am Ende auch maßgeblich an unseren Partnern und Freunden, die das mit uns möglich gemacht haben. Stefan Rottensteiner legte mit seinen Wagyu-Produkten die kulinarische Basis des Abends und hatte auch gleich sein Marbleution-Netzwerk im Schlepptau. Ideale Gesprächspartner für alle Gäste an diesem Abend. Die Jungs von Rind&Rebe machen in ihrem jungen Steakhaus einen Wahnsinns-Job, indem sie High-End Fleischkultur mit Regionalität und Nachhaltigkeit verknüpfen, wie niemand anders in unserem Münchner Dunstkreis – die ideale Base für ein Event dieser Art. Jonas Fartaczek von Complus Media unterstützte uns im Vorfeld bei der Vermarktung und sorgte mit seinen Social-Media-Skills dafür, dass wir genau jene erreichten, die für unsere Philosophie auch empfänglich sind. David Pietralla von Meatheaven – mittlerweile ein Freund von uns – unterstützte uns bei der fotografischen Begleitung des Events. Wenn man solche Leute um sich schart, werden große Dinge möglich. Wir freuen uns auf die nächsten Abenteuer mit euch!

Es war toll mit euch! Danke, dass ihr dabei wart!

Euer Fleischglück-Team

Roman, Max und David

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